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Motor - Betriebskondensator, Typ: 120 450 MPK, µF: 12,0, Flachstecker

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Motor - Betriebskondensator

  • FABRIKAT: COMAR
  • Typ: 120 450 MPK
  • Durchmesser: 35mm
  • Länge: 70mm
  • Nennspannung: 450V
  • Nennfrequenz: 50/60Hz
  • Kapazität: 12 µF
  • Kapazitätstoleranz: +/-5%
  • Betriebstemperatur: -25 - +85C°
  • Schutzart: IP54
  • Anwendungsklasse: 400V - B 10000h, 450V - C 3000h
  • Ausführung: metallisierte Kunstfolienkondensatoren
  • mit selbstverlöschenden Kunststoffbecher V2
  • mit Bodenschraube M8
  • mit AMP Stecker
  • Norm: EN60252-1, VDE560-8
  • geeignet für den Betrieb von Induktionsmotoren, sowie für den Betrieb von Drehstrommotoren am Einphasennetz

Einphasenmotoren mit Betriebskondensator
Der Einphasenmotor mit Betriebskondensator hat eine zweisträngige                                       
Wicklung. Die Hauptwicklung wird direkt vom Netz gespeist,während       
die Versorgung der Hilfswicklung von der vorgeschalteten Kondensator-
Kapazität geprägt wird. Die Kapazität wird so gewählt, daß
die Hilfswicklung den Kondensatorstrom dauernd aufnehmen kann.
Für den Hilfswicklungskreis sind keine Schaltglieder erforderlich.
Dadurch steht der Einphasenmotor mit Betriebskondensator einem
Drehstrommotor mit Käfigläufer an Betriebssicherheit nicht nach.
Der Motor ist einem Einphasenmotor in Steinmetzschaltung insofern
überlegen, daß er den Antriebsforderungen durch entsprechende
Wicklungsauslegung weitgehend angepaßt werden kann. Auch
ist die Kapazität des hier verwendeten Kondensators – bezogen auf
gleiche Motorleistung – kleiner.

Einphasenmotoren mit Betriebskondensator sind nur zum Antrieb
von Maschinen geeignet, die zum Anfahren nicht die volle Nennleistung
des Motors benötigen.

Die Auslegung des Kondensators hängt von der Leistung bzw.
dem Drehmoment und dem Aufbau des Motors ab. Als Richtwert
der Kondensator-Kapazität für Einphaseninduktionsmotoren mit
Hilfswicklung gilt bei Betrieb am 230V, 50 Hz-Netz und bei gleicher
Windungszahl von Hilfs- und Hauptstrang C = ca. 30 bis 50 uF
je kW abgegebener Motorleistung. Dieser Wert ändert sich umgekehrt
proportional zum Windungsverhältnis Hilfs- zu Hauptwicklung,
zur Netzfrequenz sowie zum Quadrat der jeweils anliegenden
Netzspannung. Die genauen Kapazitätswerte sind empirisch mit
den vorgesehenen Motoren zu ermitteln. Die Höhe der Spannung
am Kondensator ist dabei unter Last etwa um den Faktor 2 größer
als die Netzspannung. Im Leerlauf erhöht sich die Spannung am
Kondensator bis um weitere ca. 15%. Liegt das Windungsverhältnis
von Hilfs- zu Hauptwicklung ü oberhalb ü=1, so ist anstelle des
Faktors 2 der Faktor 1 + ü2 zu berücksichtigen. Der genaue Wert
ist durch Messungen zu ermitteln.

Einphasenmotoren in Steinmetzschaltung mit Betriebskondensator
Der Einphasenmotor in Steinmetzschaltung mit Betriebskondensator
hat üblicherweise eine Drehstromwicklung (dreisträngige Wicklung)
in Normalauslegung für 230/400 V, 50 Hz. Die Ständerwicklung
wird in Dreieck geschaltet, damit der Motor am Einphasennetz mit
230 V betrieben werden kann. Ein Anschlußende des Kondensators
wird an die Klemme für den jetzt fehlenden dritten Außenleiter L3
angeschlossen, das andere Ende an L1 oder L2 bzw. N oder L gelegt.
Im Vergleich zur zweisträngigen Auslegung (Einphasenmotor
mit Betriebskondensator) zeigt dieser Motor ein nicht so günstiges
Leistungs- und Momentverhalten und benötigt zum Betrieb einen
Betriebskondensator mit hoher Kapazität (ca. 70 μF je kW).
Einphasenmotoren in Steinmetzschaltung mit Betriebskondensator
eignen sich wegen ihres geringen Anzugsmomentes nur zum
Antrieb von Maschinen, die entlastet angefahren werden können.
Ihr Einsatz erfolgt dann, wenn ein Betrieb sowohl an Drehstromals
auch an Einphasennetzen vorgesehen ist.